Themen: Kultur, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Drei ehemalige Redaktorinnen der NZZ gehen vor dem Zürcher Arbeitsgericht gegen ihre Kündigungen vor. In einer ersten Verhandlung stellte der externe Anwalt des Verlags laut Darstellung ein Protokoll vor, das Fehler einer Klägerin während eines Dienstes als Online-Verantwortliche im Januar 2025 aufführt. Genannt wurden unter anderem ein fehlender französischer Akzent bei René Benko, die Bezeichnung von Fox News als «Haus- und Hofsender» von Donald Trump sowie Probleme bei Push-Nachrichten und der Verfügbarkeit von Artikeln. Der Anwalt kritisierte zudem eine aus seiner Sicht zu geringe Einsatzbereitschaft der Kaderjournalistin. Die Klägerin macht geltend, diese Punkte seien beim Kündigungsgespräch wenige Tage später nicht ausdrücklich als Gründe genannt worden; die Liste sei ihr damals auch nicht vorgelegt worden. Sie verlangt zwei zusätzliche Monatslöhne. Die NZZ nahm zu den Fragen keine Stellung und verwies darauf, sich zu laufenden Gerichtsverfahren nicht zu äussern. Als möglicher künftiger NZZ-Chef wird Mark Dittli ins Spiel gebracht.