Themen: Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Nach dem schweren Zugunglück von Toledo werden Unterschiede zwischen dem spanischen und dem Schweizer Hochgeschwindigkeitssystem thematisiert. Bahn-Sicherheitsexperte Hans-Peter Vetsch warnt zunächst davor, ohne Kenntnis des genauen Hergangs Schlüsse zu ziehen. In der Schweiz überwacht das European Train Control System, ETCS, die Züge und bremst sie bei Bedarf automatisch. Bei einer Störung ist nur Fahrt auf Sicht mit maximal 40 km/h zulässig. In Spanien kommt laut dem Beitrag weiterhin das deutsche System LZB aus den 1970er-Jahren zum Einsatz. Auf Strecken wie dem Gotthard-Basistunnel mit ETCS Level 2 könne ein Zug bei einer Störung nicht mit voller Geschwindigkeit weiterfahren, weil das System Notfahrten auf Sicht absichere. Auf dem übrigen Netz können Fahrdienstleiter Sichtfahrten mit einem Auftrag an das Lokpersonal zulassen. Vetsch hält eine zweite Person für die Kontrolle nicht automatisch für sicherer; entscheidend sei die Einhaltung der vorgeschriebenen Prozesse.