Themen: Innen-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Eine 51-jährige Frau steht nach einem Messerangriff auf ihren Ex-Mann am 22. Februar 2026 im Basler Gundeli vor Gericht. Der Mann war mit dem gemeinsamen zweimonatigen Enkelkind unterwegs und erlitt laut eigener Aussage eine kleine Stichverletzung an der Schulter; das Kind blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau versuchte vorsätzliche Tötung vor. Sie soll in der Wahnvorstellung gehandelt haben, ihr Ex-Mann habe die gemeinsame Tochter vergewaltigt und mit ihr ein Kind gezeugt. Ein DNA-Test belegt laut Gericht, dass der Partner der Tochter Vater des Kindes ist; die Tochter bestritt Misshandlungen durch ihren Vater stets. Ein psychiatrisches Gutachten diagnostiziert paranoide Schizophrenie mit Denkstörungen, Wahnvorstellungen und halluzinatorischen Phänomenen. Der Gutachter beurteilt die Beschuldigte zur Tatzeit als vollständig schuldunfähig. Über den konkreten Ablauf bestehen unterschiedliche Aussagen: Der Ex-Mann berichtet von Stichen, ein Busfahrer von seitlichen Schlägen mit dem Messergriff. Staatsanwaltschaft und Verteidigung beantragen eine mehrjährige stationäre Behandlung. Das Urteil wird am Mittwoch verkündet.