Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: International, Nordamerika, China
OpenAI, Anthropic und andere KI-Anbieter warnten vor existenziellen Risiken künstlicher Intelligenz und forderten eine Verlangsamung der Entwicklung. Der Autor deutet diese Warnungen vor allem als Marketing in einer Branche, deren Kosten für Rechenzentren, Chips und Trainingsläufe stark steigen, während Fortschritte und wirtschaftliche Erträge unter Druck stehen. Besonders kritisch sieht er die Verwendung hochgerechneter Umsatzkennzahlen statt geprüfter Jahresabschlüsse. Eine Entwicklungspause könne den Unternehmen Zeit verschaffen, Ausgaben zu begrenzen und auf effizientere Technik oder neue zahlungskräftige Kunden zu hoffen. Zugleich verschärfe Konkurrenz aus China, etwa durch DeepSeek und Moonshot, den Druck auf US-Anbieter. Die Vorstellung, ein Sprachmodell könne sich nach einer Abschaltung selbstständig wie ein Virus verbreiten, weist der Autor als Science-Fiction zurück: Solche Systeme benötigten Infrastruktur, Zugänge und menschliche Berechtigungen. Reale Risiken sieht er dagegen in Abhängigkeiten, intransparenten Entscheidungen, Ressourcenverbrauch und Fehlern in kritischen Anwendungen.