Themen: Ukraine Krieg, Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Urs P. Gasche ordnet Russlands Angriff auf die Ukraine in eine chronologische Vorgeschichte seit 1990 ein. Im Zentrum stehen Zusicherungen westlicher Politiker zur Nato-Osterweiterung, die späteren Beitritte osteuropäischer Staaten sowie die ukrainische Neutralitätserklärung nach dem Zerfall der Sowjetunion. Der Beitrag schildert den Umgang mit dem ukrainischen Atomwaffenarsenal, die Beziehungen zwischen Kiew, der EU und Russland sowie den Konflikt um das Assoziierungsabkommen. Den Machtwechsel in Kiew 2014 bezeichnet der Autor als vom Westen unterstützten Staatsstreich und beschreibt Widerstand im Donbas sowie die russische Annexion der Krim. Er thematisiert die Minsker Abkommen, westliche Militärhilfe und russische Sicherheitsforderungen von 2021. Gasche vertritt die Auffassung, der Konflikt wäre durch Verhandlungen vermeidbar gewesen. Zugleich hält er fest, dass Russland für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine verantwortlich sei. Seit 2014 seien zunächst rund 14’000 Menschen im Krieg um die Ostukraine getötet worden; nach der grossangelegten Invasion nennt der Beitrag mindestens 600’000 Tote.