Themen: CH-Politik, Gesellschaft, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Der Kanton Baselland will künftig 25 Prozent der Kosten für familienergänzende Kinderbetreuung übernehmen. Zusammen mit einkommensabhängigen Gemeindesubventionen soll dies Eltern mit Kindern in Kitas und anderen Betreuungsstrukturen finanziell entlasten. Der Landrat beschloss die Regelung im Juni. Die Beiträge sollen nach Angaben der Regierung jedoch voraussichtlich erst ab August 2028 ausbezahlt werden, weil Kanton und Gemeinden umfangreiche Vorbereitungen treffen müssten. Das neue Kita-Gesetz verursacht für den Kanton jährliche Kosten von rund 36 Millionen Franken. Es geht auf eine SP-Initiative zurück. Die Partei zog ihr Volksbegehren zurück, nachdem ein breit abgestützter Gegenvorschlag zustande gekommen war, und erwartete eine rasche Umsetzung. Nun kritisiert die SP die Verzögerung als unverständlich. Sie hält einen Beginn im Januar 2028 für möglich und kündigt Anträge an, damit das Gesetz früher in Kraft tritt.