Themen: CH-Politik, Leben
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die IG «Gygerrain Nein» bekämpft die geplante Zonenplanänderung für ein Bauprojekt am Gygerrain in Spiez und hat eine Sammeleinsprache eingereicht. Obwohl der Grosse Gemeinderat der Änderung deutlich zustimmte, sieht die 60 Mitglieder zählende IG zentrale Fragen zu Baugrund, Waldabstand, Wildtierschutz, Verkehrssicherheit, Kosten und Haftung als ungeklärt an. Sie kritisiert insbesondere ein vorgesehenes, 29 Meter hohes Gebäude sowie fehlende Strategien für Hochhäuser und verdichtetes Bauen. Bauvorsteherin Marianne Hayoz Wagner weist dies zurück: In fünf Workshops mit Fachleuten seien verschiedene, auch niedrigere Überbauungsvarianten geprüft worden. Eine Terrassensiedlung sei wegen ihres grösseren Eingriffs in den Steilhang verworfen worden. Nach Angaben der Gemeinde können Wasser, Abwasser und Strom rund 20 Wohnungen versorgen; bei etwa 50 zusätzlichen Bewohnenden und 10 bis 15 Kindern sei auch die Schulkapazität ausreichend. Neben dem Nein-Komitee hat sich inzwischen ein Ja-Komitee gebildet. Die Bevölkerung wird über die Zone mit Planungspflicht abstimmen.