Themen: Innen-Politik, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Ombudsstelle Baselland verzeichnete im vergangenen Jahr 433 Beschwerden gegen die Verwaltung, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg entspreche einem schweizweiten Trend bei parlamentarischen Ombudsstellen. Als Ursachen nennt die Stelle geopolitische Krisen, komplexere Verwaltungsabläufe, knappe Ressourcen und ein stärkeres Bewusstsein für eigene Rechte. Zunehmend bearbeitet sie zudem KI-generierte Abklärungen und Eingaben, die laut Ombudsstelle auf falschen Grundlagen beruhen und überhöhte Erwartungen auslösen können. Ende 2024 bewilligte der Landrat nach kontroverser Debatte eine Aufstockung; Vera Feldges und Béatrice Bowald arbeiten seit 2025 je zu 60 Prozent. Mit 93 Fällen lag die Sicherheitsdirektion vorn, darunter Polizei, Betreibungs- und Konkursamt sowie Amt für Migration und Bürgerrecht. In der Bau- und Umweltschutzdirektion stiegen verwaltungsinterne Fälle von drei auf elf. Der künftige Regierungsrat Matthias Liechti übernimmt die Direktion nach Isaac Rebers Rücktritt.