Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Passanten am Zürcher Paradeplatz und am Stauffacher beurteilen steigende Krankenkassenprämien überwiegend pragmatisch. Ein Maroni-Verkäufer nennt die jährlichen Aufschläge normal und will seine Kasse trotz der Kosten nicht wechseln, weil ihm der Aufwand zu gross ist. Zugleich bezeichnet er das Schweizer Gesundheitssystem als gut. Weitere Befragte sagen, sie seien mit ihrer Krankenkasse zufrieden; kleinere monatliche Mehrkosten seien für sie nicht zwingend ein Grund zum Wechsel. Für Familien mit engem Budget könnten selbst 20 Franken zusätzlich im Monat allerdings erheblich sein. Die Versorgung sei teuer, funktioniere aber: Ärztinnen und Ärzte, Spitäler, Medikamente und moderne Behandlungen seien verfügbar, und die Lebenserwartung liege bei über 84 Jahren. Höhere Rechnungen seien deshalb nicht automatisch ein Zeichen eines mangelhaften Systems. Hinterfragt werden müsse dennoch, weshalb Kosten und Prämien jährlich stiegen und wo allenfalls Geld verschwendet werde.