Themen: Kultur, Migration/Asyl
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg, International, Europa
Laureta Hajrullahu arbeitet während einer zweimonatigen Residency des Kino Kosova Festivals im Berner PROGR an einem neuen Kunstwerk. Die 28-jährige, in Pristina lebende Künstlerin, die bisher vor allem mit digitalen Medien und Videospielen arbeitete, experimentiert nun mit 3D-Druck, Stoffen und einem analogen Spiel mit Gaming-Referenzen. Das entstandene Werk wird während des Festivals vom 9. bis 13. September im Labor des PROGR gezeigt. Die Residency will kritische Reflexion und Austausch zwischen kosovarischen und Schweizer Kunstkontexten fördern. Im Zentrum stehen Fragen zu Migration, Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit. Erstmals ist das Programm gezielt mit einer Schweizer Künstlerin verbunden: Hajrullahu arbeitet mit Anita Muçolli zusammen, die in Basel lebt und kosovarische Wurzeln hat. Gemeinsam gestalteten sie die Festival-T-Shirts. Hajrullahu hebt Unterschiede zwischen Bern und Pristina hervor: Die Schweiz biete planbarere Förderung und gemeinschaftliche Ateliers, während die Kunstszene im Kosovo trotz geringerer Infrastruktur unmittelbarer und risikofreudiger sei.