Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Autor plädiert für eine «umfassende Migrationswende» und bezeichnet den Umgang mit Migration als zentrale Herausforderung westlicher Demokratien. Im Mittelpunkt steht seine These, Personen bestimmter Herkunftsländer seien bei Gewalt- und Sexualdelikten überproportional vertreten. Für die Schweiz wertet er die Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 aus und nennt unter anderem Afghanistan, Algerien, Kamerun, Marokko, Somalia, Syrien und Tunesien. Er unterscheidet zwischen ständiger Wohnbevölkerung, Asylbevölkerung und «übrigen Ausländern» und räumt ein, dass für die beiden letzteren Gruppen keine verlässlichen Bevölkerungszahlen vorlägen. Mit Simulationen will er dennoch eine Überrepräsentation belegen. Vergleichbare Befunde sieht er in Deutschland und Österreich sowie in Verurteilten- und Strafgefangenenstatistiken. Er weist soziale Faktoren und Alter als hinreichende Erklärungen zurück, kritisiert eine aus seiner Sicht verengte öffentliche Debatte und fordert Förderung von Integrationspotenzialen sowie konsequentes Fordern gesellschaftlicher Regeln.