Themen: Technologie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
An der Kreuzung beim Bahnhof Cadenazzo soll in den nächsten Tagen die vierte von neun geplanten Ampelanlagen in Betrieb gehen. Das Bundesamt für Strassen Ustra meldet für Oktober eine um 16 Sekunden gesunkene durchschnittliche Fahrzeit zwischen Sant’Antonino und Contone. Insgesamt seien täglich 42 Stunden eingespart worden; auch die Sicherheit habe sich verbessert. Autofahrende und Anwohnende beklagen dagegen seit der Inbetriebnahme der ersten drei Anlagen am 29. August Staus und längere Fahrzeiten. Anfangs aufgetretene Sensorprobleme wurden behoben. Acht überparteiliche Mitglieder des Tessiner Grossen Rats verlangen eine Überprüfung der Fahrzeiten und gegebenenfalls eine Rückkehr zur früheren Verkehrsführung. Das rund 40 Millionen Franken teure Bundesprojekt zwischen Cadenazzo und Quartino soll 2027 abgeschlossen sein. Das Ustra kündigt weitere Kontrollen und Anpassungen an und erwartet nach Abschluss eine Zeitersparnis von 30 Prozent zu Spitzenzeiten. Die veröffentlichten Daten enthalten keinen Vergleich nach Tageszeit oder einzelnen Kreuzungen.