Themen: Wissenschaft, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Cannabis wurde vor rund 12’000 Jahren als eine der ersten Pflanzen kultiviert. Seine Samen, Fasern und Blüten dienten der Ernährung sowie medizinischen und berauschenden Zwecken. Ein UNO-Abkommen von 1961 verbot Cannabis und ordnete es den gefährlichsten Drogen zu. In der Folge wurden Milliarden Pflanzen vernichtet und zahlreiche Menschen wegen Anbau, Konsum oder Verkauf inhaftiert. Die Prohibition behinderte auch die Forschung und förderte den heimlichen Anbau unter künstlichem Licht. Züchter steigerten den Gehalt des psychoaktiven Wirkstoffs THC; getrocknete Blüten mancher Hybriden enthalten über 30 Prozent. Inzwischen wird Cannabis wieder medizinisch eingesetzt und wissenschaftlich untersucht, mancherorts ist auch der nicht medizinische Konsum legal. Der Autor schildert zudem, wie er während rund dreissig Jahren kleine Mengen konsumierte, um eigene Texte mit Abstand zu überarbeiten. Er betont, dass die Substanz nicht für alle Menschen gleich wirke.