Themen: Migration/Asyl, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Italien und Spanien werden die nach der Ceuta-Krise geltenden Schengen-Kontrollen nicht weiter verlängern. Dies vereinbarten die Innenminister Matteo Piantedosi und Fernando Grande-Marlaska in einem Telefongespräch, das nach einem Treffen von Regierungschefin Giorgia Meloni und Ministerpräsident Pedro Sánchez am Rande des Europäischen Rates zustande kam. Beide Länder wollen stattdessen den Informationsaustausch ausbauen, um die Sicherheit im gemeinsamen Schengen-Raum zu gewährleisten. Die Kontrollen waren Ende Juli 2026 nach einer massenhaften Ankunft von Migrantinnen und Migranten in der spanischen Enklave Ceuta eingeführt worden. Rom begründete seine Massnahme mit der nationalen Sicherheit. Madrid reagierte mit vergleichbaren Beschränkungen für Reisende aus Italien, was die Spannungen zwischen beiden Regierungen verstärkte. Die nun beschlossene Nichtverlängerung beendet diese gegenseitige Eskalation der Grenzrestriktionen.