Themen: Innen-Politik, Gesellschaft, Partei-Politik
Regionen: International, Europa
Ein offenbar islamistisch motivierter Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day hat ein Todesopfer und mehr als zwei Dutzend Verletzte gefordert. Der mutmassliche Haupttäter soll ein polizeibekannter, vorbestrafter deutscher Islamist mit libanesischen Wurzeln und als Gefährder eingestuft gewesen sein. Nun stehen mögliche Behördenversäumnisse, weitere Beteiligte und der Schutz künftiger Grossveranstaltungen zur Debatte. Queere Organisationen betonen vor allem, dass der Anschlag nicht von rechten Kräften vereinnahmt werden dürfe. Sie kritisieren, dass Populisten Migration pauschal verantwortlich machten, statt Radikalisierung und Hass zu thematisieren. Registrierte Straftaten wegen sexueller Orientierung und geschlechtsbezogener Diversität haben sich von 2010 bis 2024 laut den genannten Daten fast verzehnfacht. Auch rechtsextreme Angriffe und Störungen von CSDs sind verbreitet. Der Verband Queere Vielfalt verlangt, staatliche Schutzversprechen umzusetzen und Kürzungen bei queeren Projekten zurückzunehmen.