Themen: KI/Digital, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) hat den frei zugänglichen «Hate Speech Decoder» lanciert. Das Online-Nachschlagewerk soll Eltern, Lehrpersonen, Medienschaffenden und Social-Media-Verantwortlichen helfen, codierte extremistische, gewaltverherrlichende und diskriminierende Botschaften zu erkennen. Es enthält derzeit 170 Einträge in sechs Kategorien: Emojis, Zahlencodes, Sprüche und Parolen, Datumsangaben, Symbole sowie Flaggen und Logos extremistischer Gruppierungen. Zu jedem Code wird die zugeordnete Ideologie angegeben. Die Zahl «14» steht etwa in rechtsextremen Kreisen für eine rassistische Parole aus 14 Wörtern. Laut GRA dienen solche Codierungen dazu, Moderationsfilter auf Plattformen wie TikTok oder Instagram zu täuschen, Gleichgesinnte zu identifizieren oder Verbote extremistischer Symbole zu umgehen. Die Stiftung betont, dass viele erfasste Zeichen meist harmlos verwendet würden. Entscheidend bleibe deshalb immer der Kontext. Der Decoder sei kein Verzeichnis verbotener Zeichen und werde fortlaufend erweitert.