Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Umwelt
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Autor kritisiert die Botschaft des Bundesrats zur Ernährungsinitiative und bezeichnet die Aussage als irreführend, ein Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent verlange einen um 70 Prozent niedrigeren Fleischkonsum. Der Netto-Selbstversorgungsgrad messe den Anteil der inländischen Produktion am gesamten Verbrauch ohne Importfutter. Nach seiner Rechnung könnte ein höherer Wert durch eine Ausweitung der pflanzlichen Produktion bei reduzierter Tierproduktion erreicht werden, ohne dass sich der Konsum verändern müsste; fehlende tierische Produkte würden importiert. Mit Zahlen von Agristat für 2024 illustriert er, dass bei verdreifachter Pflanzenproduktion und halbierter Tierproduktion ein Netto-Selbstversorgungsgrad von 80 Prozent möglich wäre. Er beanstandet zudem den Vorwurf einer hohen staatlichen Eingriffstiefe. Die Initiative verlange vor allem eine Ausrichtung von Subventionen, Forschung, Beratung und weiteren Anreizen. Parlament und Bundesrat lehnen die Initiative ab; sie kommt ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung.