Themen: Innen-Politik, Kultur
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Armin Troesch, 88-jähriger Betreiber eines Buchantiquariats an der Zürcher Rämistrasse, ist nach einem Raubüberfall wieder täglich in seinem Geschäft tätig. Vor zwei Wochen betrat ein unbekannter Mann den Laden, sagte laut Schilderung kein Wort, schlug Troesch mit einem K.-o.-Schlag ins Gesicht und nahm 600 Franken aus der Kasse. Troesch lag blutüberströmt am Boden, verlor drei Zähne und wurde von einem Polizisten gefunden, der das Geschäft betrat. Ein Krankenwagen brachte ihn ins Spital, wo er acht Stunden blieb; eine stationäre Aufnahme lehnte er ab und ging nach Hause. Der Täter ist weiterhin nicht gefasst. Ein Juwelier aus dem Nachbargeschäft sowie eine Frau aus einer benachbarten Kleiderboutique sollen das Geschehen beobachtet haben. Troesch war früher Präsident der Richard-Wagner-Gesellschaft Schweiz und trat kürzlich in einer ORF-Sendung zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele als Wagner- und Schopenhauer-Kenner auf.