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Die Gewitternacht, in der der Tschingelsee entstand

Frutiglaender
Die Gewitternacht, in der der Tschingelsee entstand

Themen: Umwelt

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Ein heftiges Gewitter mit Hagel löste in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 1972 am Ärmighorn im Kiental einen Murgang aus. Dieser bildete einen rund sechs Meter hohen Damm, blockierte den Gornerenbach und führte zur Entstehung des Tschingelsees. Peter Fridelance, damals Rettungschef der Feuerwehr Reichenbach, wurde alarmiert und fuhr ins Kiental. Für das Dorf Kien bestand bei einem möglichen Dammbruch die Gefahr einer Flutwelle mit Geschiebe und Holz; die Bevölkerung hätte innert Minuten evakuiert werden müssen. Die Feuerwehr überwachte den Damm während der ganzen Nacht. Der entstandene Stausee war schätzungsweise 300 Meter breit, 800 Meter lang und sechs bis zwölf Meter tief. Ein Ferienhaus, ein Landwirtschaftsbetrieb des Burgerspitals Bern, der letzte Käsespeicher im Tschingel sowie mehrere Autos standen unter Wasser. Später wurde der See für die Familie auch zu einem Ort zum Baden, Schlittschuhlaufen und Langlaufen.

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