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Die KI, die in Gaza Zehntausende Menschen tötet

Journal21
Die KI, die in Gaza Zehntausende Menschen tötet

Themen: KI/Digital, Krieg&Frieden, Geopolitik

Regionen: International, Westasien

Der Dokumentarfilm «NAZA» von Yuval Abraham und Rachel Szor löst in Israel eine heftige Debatte über die Kriegsführung in Gaza aus. Für den Film berichten 24 anonymisierte Angehörige der Einheit 8200 über das KI-System «Lavender», das Tausende Angriffsziele generiert haben soll. Sie schildern zudem das Ortungssystem «Where’s Daddy?», mit dem Mobiltelefone verfolgt worden seien. Der Begriff NAZA steht im IDF-Jargon für ein Verhältnis zwischen Zielperson und zulässigen zivilen Opfern. Interviewte erklären, bei hochrangigen Hamas-Zielen seien bis zu 200 oder 300 zivile Tote akzeptiert worden; eine Angabe von 500 wird von der IDF bestritten. Die Aussagen sind nicht unabhängig belegt. Kritiker werfen dem Film fehlende überprüfbare Daten, Orte und Kontext vor, etwa zum Hamas-Angriff vom 7. Oktober und zu Geiseln. Befürworter sehen darin ein überfälliges Eingeständnis moralischer Verantwortung und eine Auseinandersetzung mit der Zerstörung Gazas. Politiker und Aktivisten forderten teils Sanktionen gegen die Filmschaffenden.

www.journal21.ch

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