Themen: CH-Politik, Bildung, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Eine Lehrerin hat Sonnenschutzfolien für ein überhitztes Klassenzimmer aus der von Eltern gespiesenen Klassenkasse bezahlt. Sie soll die Folien in ihrer Freizeit selbst zuschneiden und montieren, obwohl in dem Raum rund 20 zehnjährige Kinder sowie Lehr- und Betreuungspersonen arbeiten. Der Beitrag kontrastiert diesen Fall mit einem im Grossen Rat knapp abgelehnten Lohnmassnahmenpaket. Dieses hätte unter anderem generelle lineare Lohnerhöhungen für Kantonsangestellte umfasst und den Kanton 20 Millionen Franken gekostet. Der Autor unterstützte die Ablehnung, weil Angaben zu den konkreten Lohnbedürfnissen der Ämter und zum Vergleich mit anderen Kantonen fehlten. Er kritisiert, das Parlament überweise zahlreiche Ausgabenforderungen ohne Gesamtsicht, während die Exekutive Sparziele formulieren müsse. Nach seiner Auffassung sollten Regierungsmitglieder den Bedarf in ihren Departementen prüfen und begründete Budgetanträge vorlegen. Als Beispiele für frühere Einzelvorstösse nennt er einen Brunnen am Wielandplatz, das Rheinufer und Stellvertretungslösungen an Schulen.