Themen: Innen-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat die für Montag, 2. November, geplante zweite Konfrontationsbefragung von Jessica und Jacques Moretti abgesagt. Im Verfahren zum Drama vom 1. Januar in Crans-Montana wird nur Jacques Moretti angehört. Jessica Moretti wurde von der Befragung dispensiert, nachdem ihr Ehemann wegen mutmasslicher Gewalt gegen sie in Untersuchungshaft kam und psychiatrisch begutachtet wird. Es wäre das erste Aufeinandertreffen des Ehepaars seit seiner Inhaftierung gewesen. Ihre Anwälte verwiesen unter Berufung auf eine psychotherapeutische Bescheinigung auf einen besonders fragilen psychischen Zustand. Dieser habe sich nach der Gewalttat verschärft und stehe zudem im Zusammenhang mit einer akuten posttraumatischen Belastungsreaktion nach dem Brand vom 1. Januar. Jessica Moretti wolle die Untersuchung dennoch weiter unterstützen. Die Staatsanwaltschaft erachtet eine Konfrontation derzeit wegen eines realen Risikos einer akuten psychischen Dekompensation als kontraindiziert. Auch der Termin vom 2. Dezember könnte geändert werden.