Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH, International, Europa
Das Theater Basel inszeniert Arnold Schönbergs selten gespielte, unvollendete Oper «Moses und Aron» als Koproduktion mit dem Theater Freiburg. Die Aufführungen beginnen am 3. Oktober in Basel und am 13. März 2027 in Freiburg. Benedikt von Peter und Felix Rothenhäusler wählen die Wüste als zentrale Metapher: Moses’ Welt erscheint als leerer Raum ohne Symbole, der Menschen auf ihre eigene Existenz zurückwirft. Aus dem Konflikt zwischen Moses’ bildloser Gottesidee und Arons Vermittlung durch Worte, Rituale und Bilder soll ein Plädoyer für ein Miteinander ohne Feindbilder entstehen. Schönberg vollendete zwischen 1930 und 1932 nur die ersten beiden Akte; der dritte blieb nach seiner Emigration Fragment. Die Oper fordert wegen ihrer Zwölftontechnik, grossen Besetzung und anspruchsvollen Chorpartien alle Beteiligten stark. Peter Hess übernimmt die Sprechrolle des Moses, Rolf Romei singt Aron. Ein umfangreiches Diskurs- und Rahmenprogramm begleitet die Produktion.