Themen: Gesundheit, Wissenschaft, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die SCRIPT-Studie untersucht in Bern, Biel und Luzern, wie ein regulierter Cannabiszugang für Erwachsene den Konsum beeinflusst. 1177 Teilnehmende beziehen Cannabisprodukte in neun ausgewählten Apotheken, darunter Blüten, Haschisch, elektronische Joints und THC-haltige Mundsprays. Die Zwischenauswertung vergleicht während der ersten sechs Monate eine sofort bezugsberechtigte Gruppe mit einer Kontrollgruppe, die erst später Zugang erhielt. In der bezugsberechtigten Gruppe sank der Anteil der Personen, die Cannabis rauchten, von 78 auf 58 Prozent. Gleichzeitig nahmen gemischte Konsumformen, Konsum ohne Rauchen und Abstinenz zu; der Gesamtkonsum ging leicht zurück. Studienleiter Reto Auer wertet dies als Hinweis, dass ein regulierter Zugang risikoärmere Konsumformen fördern kann, ohne die Nachfrage zu erhöhen. Das vom Bund verlängerte Pilotprojekt läuft bis Oktober 2028. Parallel diskutiert eine Subkommission des Nationalrats ein Gesetz für regulierte Cannabisprodukte.