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Pfefferfrauen: Heldinnenepos aus Luzern

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Pfefferfrauen: Heldinnenepos aus Luzern

Themen: Kultur, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Die Luzerner Pfefferfrauen, ein Frauenverbund des 19. Jahrhunderts, organisierten Proteste und stellten sich gegen die damalige konservative Regierung. Ihre Geschichte wird nun gemeinsam mit dem feministischen Jodelchor Echo vom Eierstock für die Bühne aufgearbeitet. Im Gespräch erläutern die Historikerin Heidi Bossard-Borner und die Musikerin Simone Felber, welche Bedeutung die Gruppe heute haben kann. Felber, die Echo vom Eierstock 2022 mitinitiiert hat, erkennt in den Pfefferfrauen ein frühes Beispiel weiblicher Solidarität und politischen Widerstands. Sie vergleicht deren Zusammenschluss mit dem Anliegen ihres Chors, Jodel von sexistischen Vorstellungen zu befreien. Die historische Erfahrung, dass Frauen sich schon damals gemeinschaftlich gegen Einschränkungen zur Wehr setzten, empfindet sie als ermutigend. Bossard-Borner ordnet die Pfefferfrauen aus historischer Perspektive ein. Die Bühnenarbeit verbindet damit ein vergessenes Kapitel Luzerner Geschichte mit gegenwärtigen feministischen Fragen zu Kultur, Gemeinschaft und Selbstbestimmung.

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