Themen: CH-Politik, Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Mit dem Wegfall des Eigenmietwerts ab 2029 plant der Zürcher Regierungsrat, Steuerabzüge für energetische Sanierungen vollständig zu streichen. Finanzdirektor Ernst Stocker und die Regierung begründen dies mit der Systematik: Entfällt die Besteuerung des Mietwerts, sollen auch die daran geknüpften Abzüge wegfallen. Zudem rechnet der Kanton durch den Systemwechsel bereits mit jährlichen Steuerausfällen von rund 150 Millionen Franken für Kanton und Gemeinden. Im Kantonsrat regt sich Widerstand aus dem bürgerlichen Lager. SVP, FDP, Mitte, GLP und EVP wollen Abzüge etwa für Wärmepumpen und Solaranlagen beibehalten, weil der Bund dies den Kantonen bis 2050 erlaubt. Sie sehen darin einen nötigen Anreiz für Klimaschutz. SP und Grüne kritisieren den Vorstoss als Steuergeschenk für Hauseigentümer und bevorzugen direkte Subventionen. Wegen der bürgerlichen Mehrheit dürfte der Regierungsrat seinen Kurs anpassen müssen.