Themen: Umwelt, Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Asiatische Tigermücke hat sich diesen Sommer in der Region Basel stark ausgebreitet und kommt in Basel-Stadt inzwischen flächendeckend vor. Meldungen einzelner Funde sind deshalb nicht mehr erforderlich. Auch im Baselbiet, etwa in Allschwil und Binningen, registrieren Behörden und Gemeinden mehr Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Heisse Sommer, milde Herbstmonate und langlebige Eier begünstigen die Vermehrung. Bewohnerinnen und Bewohner berichten, sie könnten Gärten kaum benutzen und würden selbst nach dem Lüften in Innenräumen gestochen. Eine Familie aus dem Gellert fordert vom Kanton eine verstärkte Strategie für 2027, obwohl sie auf ihrem Grundstück Wasseransammlungen entfernt und empfohlene Mittel eingesetzt hat. Das Kantonale Laboratorium will die Bekämpfung nach jeder Saison evaluieren und weiter auf Sensibilisierung setzen. Die Freisetzung steriler Männchen befindet sich laut Kanton noch im Forschungsstadium und wäre sehr kostspielig. Insektizide sollen wegen ihrer ökologischen Folgen nur bei Notlagen wie Krankheitsübertragungen erwogen werden.