Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Gesellschaft
Regionen: International, Westasien
Menschenrechtsorganisationen dokumentieren zahlreiche Tötungen palästinensischer Kinder und Jugendlicher durch israelische Streitkräfte im besetzten Westjordanland seit dem 7. Oktober 2023. B’Tselem untersuchte 54 Fälle aus dem letzten Jahr und bestreitet, dass die Getöteten eine Gefahr dargestellt hätten. Die Armee weist den Vorwurf gezielter Angriffe auf Unbeteiligte zurück und verweist auf Untersuchungen sowie den Kampf gegen Terrorismus. Yesh Din zufolge wurde seit Oktober 2023 kein Israeli wegen der Tötung eines Palästinensers im Westjordanland angeklagt. Zugleich nahm die Gewalt jüdischer Siedler 2025 laut Bericht deutlich zu. Dutzende frühere israelische Politiker, Sicherheitsvertreter und Kulturschaffende fordern von Regierung und Armeespitze Massnahmen gegen Siedlergewalt und drohen mit rechtlichen Schritten. Neue Siedlungspläne, Hausabbrüche in Silwan und ein Armeestützpunkt bei Dschenin verstärken nach Kritikern Vertreibung und wirtschaftlichen Druck auf die palästinensische Bevölkerung.