Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Schweizerische Nationalbank unterstützt die vom Bundesrat verlangte vollständige Eigenkapitalunterlegung ausländischer UBS-Beteiligungen. UBS-CEO Sergio Ermotti und Lobbyisten hatten argumentiert, die zusätzlichen Anforderungen von rund 20 Milliarden Dollar seien überrissen und gefährdeten die internationale Konkurrenzfähigkeit der Bank. Laut dem jüngsten Bericht zur Finanzstabilität verfügt die UBS jedoch bereits über ausreichend Kapital, um die vorgeschlagenen Vorgaben zu erfüllen. Entscheidend seien Kapitalreserven von neun Milliarden Dollar bei der Schweizer UBS AG Ende 2025, die in der Kommunikation der Bank nicht berücksichtigt würden. Die SNB kritisiert die geltende Regelung, nach der die Mutterbank nur etwa 45 Prozent ihrer ausländischen Beteiligungen mit Kapital unterlegen muss, als Doppelzählung. Eine volle Unterlegung schütze die Schweizer Mutterbank vor Verlusten aus Tochtergesellschaften, erleichtere eine Restrukturierung im Krisenfall und senke damit die Wahrscheinlichkeit staatlicher Unterstützung sowie Risiken für Steuerzahlende.