Themen: Wissenschaft, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Elf Prüffragen sollen helfen, seriöse von manipulativen Statistiken zu unterscheiden. Wichtig sind Urheberschaft, Finanzierung und Zweck einer Erhebung. Ein Zusammenhang belegt keine Kausalität; Risiken sollten in ihrer Grösse und nicht als angebliches Nullrisiko dargestellt werden. Relative Angaben müssen durch absolute Risiken ergänzt werden, Prozentwerte brauchen einen klaren Bezugspunkt. Skepsis ist auch bei Formulierungen wie «bis zu», bei unpräzisen Verweisen auf Wissenschaftlichkeit und bei Stichproben angebracht, deren Auswahl oder Repräsentativität unklar bleibt. Wachstumszahlen dürfen nicht mit ungeeigneten Durchschnittswerten verrechnet werden. Vergleiche müssen gleiche Grundlagen verwenden, etwa Pro-Kopf-Werte und einheitliche Definitionen. Als Beispiel wird Parship genannt: 47’000 Verliebte pro Jahr entsprachen bei 4,5 Millionen Nutzern nur 1,04 Prozent. Zudem sollten Grunddaten veröffentlicht und Ergebnisse reproduzierbar sein. Selbst korrekte Zahlen können durch Achsenskalierungen, Abstände in Diagrammen oder irrelevante Durchschnittswerte einen verzerrten Eindruck erzeugen.