Themen: CH-Politik, Partei-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Bei den Freiburger Kantonswahlen vom 8. November 2026 wird für die Majorzwahlen in den Staatsrat und die Oberämter erstmals ein einheitlicher Wahlzettel verwendet. Statt Partei- oder Allianzlisten erhalten die Stimmberechtigten eine Liste zum Ankreuzen; Namen streichen oder hinzufügen können sie nicht. Die Neuerung soll die Zahl ungültiger Wahlzettel senken. Beim zweiten Wahlgang der Staatsratswahl 2021 hatte deren Anteil drei Prozent erreicht. Das neue Verfahren könnte auch den Einfluss von Wahlallianzen schwächen, falls Wählende eher sieben Namen ankreuzen, statt eine Liste mit nur vier oder fünf Namen einzulegen. Zugleich wird die Analyse schwieriger: Ob Stimmen durch Panaschieren an Kandidierende anderer Parteien gingen, lässt sich nicht mehr erkennen. Um die sieben Staatsratssitze bewerben sich 14 Personen auf fünf Listen, um die 110 Sitze im Grossen Rat 685 Personen.