Themen: Migration/Asyl, Kultur/Feuilleton
Regionen: International, Westasien, Europa
Matthieu Aikins begleitet seinen afghanischen Fixer und Freund Omar auf dessen Flucht nach Italien und legt dafür seinen kanadischen Pass ab. Unter einer anderen Identität reist er mit Omar über Iran, die Türkei und Griechenland bis auf Lesbos, wo das Lager Moria zu einer weiteren Station der langen Odyssee wird. Omar lässt Laila zurück, die er nach seiner Ankunft in Europa heiraten will; ihre Beziehung wird zudem durch die Ablehnung ihres Vaters belastet, da Omar Sunnit und Laila Schiitin ist. Der Weg verzögert sich um Jahre und ist von Warten, Unsicherheit und dem Ausgeliefertsein an Dokumente, Sprache und Aussehen geprägt. Aikins beschreibt, wie die Reise seinen Blick als Journalist verändert und ihn zeitweise in die Identität eines Migranten hineinzieht. Im Zentrum stehen die Solidarität unter Reisenden, Trennungen und die zerstörerische Erfahrung permanenter Gefahr.