Themen: Partei-Politik, Demokratie
Regionen: International, Nordamerika
Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen offiziell die Kontrolle über den Senat und das Repräsentantenhaus zurückgewonnen. Zu den historischen Ergebnissen zählen die Wahl von Chris Pappas zum ersten offen schwulen Senator, von Abdul El-Sayed zum ersten muslimischen Senator und von Keisha Lance Bottoms zur ersten schwarzen Gouverneurin. In Kansas gewann erstmals seit 1932 ein demokratischer Kandidat, zudem setzten sich Demokraten in dem überwiegend republikanisch wählenden Texas durch. Für die Regierung von Donald Trump bedeutet das Resultat einen schweren politischen Rückschlag. Ihr Gesetzgebungsprogramm könnte für die nächsten zwei Jahre blockiert werden. Die Republikaner müssten bei jedem Budget eher Kompromisse eingehen, während demokratisch geführte Parlamentskommissionen neue Untersuchungen anstossen könnten. Dabei könnten auch Vertraute Trumps in Korruptionsuntersuchungen als Zeugen vorgeladen werden.