Themen: Partei-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Nordamerika
Die Demokraten haben die US-Zwischenwahlen deutlich gewonnen und dabei auch in republikanischen Hochburgen wie Texas und Kansas Fortschritte erzielt. Der demokratische Stratege James Carville, dessen Satz «It’s the economy, stupid» zum politischen Schlagwort wurde, dürfte daran Gefallen finden. Die Formel verweist darauf, dass Wahlentscheidungen häufig vom Portemonnaie der Wählerinnen und Wähler geprägt werden, besonders in den USA. Die Demokraten hatten bei der Präsidentschaftswahl 2024 unter der Inflation gelitten. Nun machten sie die Kaufkraft zum Kern ihrer Kampagne und erzielten damit Resultate, die ihre Erwartungen übertrafen. Donald Trump verlor den Kongress laut dieser Einschätzung, nachdem er Zölle eingeführt und vor allem einen kostspieligen Krieg im Nahen Osten begonnen hatte. Beides habe die wirtschaftliche Belastung der Bevölkerung verstärkt und den Demokraten im Wahlkampf genutzt.