Themen: Innen-Politik, KI/Digital, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Italienische Carabinieri und Staatspolizei haben in mehreren Städten Wohnungen von 17 Beschuldigten durchsucht, darunter 14 Minderjährige. Die Ermittlungen richten sich gegen die auf Telegram aktiven rechtsextremen Gruppen «Nuovo Ordine Europeo» und «Fronte Fascista Italiano». Ihnen wird vorgeworfen, rassistische, antisemitische und neonazistische Propaganda verbreitet, den Holocaust geleugnet sowie Hitler, Brenton Tarrant und die Gruppe «The Base» verherrlicht zu haben. In den Chats sollen auch Manifeste, Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen und zum Umgang mit Messern und Schusswaffen kursiert sein. Diskutiert worden seien mögliche Angriffe auf eine Moschee, eine Synagoge und eine Schule; ob konkrete Anschlagspläne vorlagen, ist offen. Beschlagnahmt wurden unter anderem Messer, Schlagringe, NS-Symbolik und elektronische Geräte. Ausgangspunkt war die digitale Überwachung durch die Polizei in Verona, die ein fiktives Profil in die Gruppen einschleuste. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.