Themen: CH-Politik, Kultur
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Zürich stimmt am 27. September über einen jährlichen Zusatzkredit von 7,3 Millionen Franken für das Kunsthaus ab. Damit würde der städtische Beitrag auf 25,8 Millionen Franken steigen. Samuel Rom empfiehlt ein Nein, weil der Verbleib der 205 als Dauerleihgaben ausgestellten Werke der Stiftung E. G. Bührle nicht rechtlich dauerhaft gesichert sei. Die Stiftung habe ihren Zweck geändert und einen möglichen Wegzug der Sammlung offen angesprochen. Gleichzeitig trage die Stadt Betriebs- und wachsende Forschungskosten: Der Gemeinderat bewilligte im Februar 2026 drei Millionen Franken für die Provenienzforschung der Bührle-Werke, ohne Kostenbeteiligung der Stiftung. Rom fordert Verhandlungen über eine Schenkung der Sammlung oder wesentlicher Teile davon. Faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen im Kunsthaus seien berechtigt, dürften aber eine ungeklärte Eigentums- und Finanzierungsstruktur nicht überdecken. Öffentliche Mittel sollten erst bei geklärten Rahmenbedingungen dauerhaft erhöht werden.