Themen: KI/Digital, Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Stephanie Gygax von AlgorithmWatch CH beurteilt ein grundsätzliches kommunales Verbot von Smart Glasses in Zürich als eher unwahrscheinlich. Die von der Alternativen Liste angestossene Debatte über heimliche Filmaufnahmen sei dennoch sinnvoll. Smart Glasses bedrohten Persönlichkeitsrechte, weil Aufnahmen ohne Einverständnis möglich seien und Daten in Clouds gelangen könnten. Gygax sieht die Verantwortung nicht nur bei Nutzerinnen und Nutzern, sondern vor allem bei Herstellern und Plattformen wie Meta, Google, OpenAI und Apple. Diese seien kaum rechenschaftspflichtig, prüften Schäden ungenügend und hätten wenig Interesse an Datenschutz. Ein Verbot löse zudem Sexismus und Frauenfeindlichkeit nicht, die sich mit neuen technischen Mitteln fortsetzten. Plattformen müssten illegale Inhalte und schädliche Folgen wirksamer verhindern, statt von polarisierenden Videos zu profitieren. Verzicht auf Technologie allein genüge nicht; nötig seien ein verhältnismässiger, sicherer und transparenter Einsatz.