Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Krieg&Frieden
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Rheinmetall-Pensionskasse besitzt in Zürich rund 90’000 Quadratmeter Wohnfläche und investiert fast die Hälfte ihres Vermögens in Immobilien. Für 2025 weist sie eine Rendite von 7,3 Prozent aus, die laut Geschäftsführung nicht allein, aber auch durch Mieterträge getragen wird. Weitere Liegenschaftskäufe seien derzeit nicht geplant. Die Grüne Nationalrätin Anna-Béatrice Schmaltz kritisiert den zusätzlichen Druck auf den Wohnungsmarkt und fordert eine Steuer auf ausserordentliche Gewinne aus Aufrüstung und Kriegen sowie Einschränkungen für Immobilieninvestitionen von Waffenherstellern. FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt verweist dagegen auf den Vorsorgeauftrag der Kasse und verfassungsrechtliche Grenzen eines Kaufverbots. Auch andere Zürcher Politikerinnen betonen Arbeitsplätze, Verteidigungsbedarf und die Wirtschaftsfreiheit. Die SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf verlangt zudem strengere Kriterien für Waffenexporte und verweist auf Anlagen der städtischen Pensionskasse in Elbit Systems. Ende November steht eine Abstimmung über Lockerungen des Kriegsmaterialgesetzes an.