Themen: Umwelt, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Saatkrähen verursachen in Emmen insbesondere im Gebiet Thanwald Konflikte: Lärm, Kot und aufgerissene Abfallsäcke belasten Anwohnende. Während der Brutzeit von März bis Mai sind die Kolonien vom frühen Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit aktiv. Die Gemeinde beschäftigt das Problem in Einzelfällen seit etwa 2010, deutlich stärker seit 2022. 2021 installierte Emmen im Gebiet Herdschwand/Mooshüsli vier bewegliche Uhu-Attrappen für rund 1000 Franken. Dank der regelmässigen Auslösung durch Passantinnen und Passanten beruhigte sich die Lage dort. Im weniger frequentierten Thanwald ist diese Methode jedoch kaum anwendbar. Das Fällen und Ausdünnen von Horstbäumen im vergangenen Winter zeigte ebenfalls wenig Wirkung, da die Krähen auf nahe Bäume auswichen. Abschüsse und Nestentfernungen gelten als wenig wirksam oder problematisch. Vertreter von 25 betroffenen Städten, Gemeinden und Kantonen fanden im März 2026 keine zuverlässig erfolgreiche Vergrämungsmethode. Emmen empfiehlt, Wildtiere nicht zu füttern und Abfälle unzugänglich zu halten.