Themen: CH-Politik, Partei-Politik, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Parlament, Bundesrat, grosse Parteien und Umweltverbände lehnen die Ernährungsinitiative weitgehend ab; einzig die Grünen beschlossen Stimmfreigabe. Der Kommentar hält diese Ablehnung für schlecht begründet. Der Bundesrat unterstütze die Ziele grundsätzlich, bezeichne sie aber als zu ambitioniert. Die Initiative verlange jedoch lediglich, einen Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent anzustreben. Sie wolle die Landwirtschaft stärker von der Tier- zur Pflanzenproduktion verschieben und damit Selbstversorgung, Bodenfruchtbarkeit, Klimaschutz und tiefere Nährstoffverluste fördern. Die Argumente von SP, Grünen und GLP gegen höhere Preise, Rationierung, Bevormundung oder den Verlust von Biodiversitätsflächen weist der Autor zurück. Die Vorlage enthalte keine Konsumvorschriften; bei gleichbleibendem Fleischkonsum würden günstigere Importe die Preise laut Beitrag eher senken. Umweltverbänden wirft er taktische Überlegungen und fehlende Unterstützung einer fremden Initiative vor. Abschliessend bewertet er die Vorlage als stark und die Gegenargumente als besonders schwach.