Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Romandie, International, Europa
Julius Bär gerät nach einer jüngsten Strafe in Monaco wegen Geldwäscherei-Versagens erneut unter Druck. Laut Darstellung war die Bank in den vergangenen zehn Jahren fünfmal Gegenstand eines Finma-Enforcementverfahrens. Im Zentrum der aktuellen Kritik steht zudem die Laufbahn des Sohnes von Albert Henriques, dem Leiter des Bär-Ablegers in Monaco. Henriques’ Sohn begann vor vier Jahren als Praktikant bei Julius Bär in Monaco, nachdem er laut LinkedIn zuvor bei der Küstenwache in Schottland gearbeitet hatte. Nach dem einjährigen Praktikum wechselte er nach Genf, zunächst als befristet angestellter Business Manager. Anfang des Jahres erhielt er dort die Position eines Investment Advisors. Ein Kritiker behauptet, er verdiene deutlich mehr als Kolleginnen und Kollegen auf gleicher Funktions- und Rangstufe. Julius Bär erklärt, Verwandtschaftsbeziehungen unterlägen strengen Regeln zur Vermeidung von Interessenkonflikten. Die Löhne richteten sich nach klar definierten Funktionsstufen und Leistungskriterien.