Themen: CH-Politik, Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Pius Kaufmann, Luzerner Mitte-Nationalrat, hat ein Postulat eingereicht, das die Organisation der Schweizer ÖV-Billette vereinfachen soll. Der Bundesrat soll in einem Bericht prüfen, wo parallele Strukturen abgebaut werden können, um das Angebot trotz finanziellem Druck zu sichern. Kaufmann richtet den Blick auf den Nationalen Direkten Verkehr und die regionalen Tarifverbünde. Nach seiner Einschätzung überlagern sich diese Tarifwelten teilweise und führen zu doppelt geführten Gremien, Geschäftsstellen, Kommissionen und Abrechnungssystemen. Das Bundesamt für Verkehr beurteilt die Verteilung der Billett-Einnahmen als kompliziert, fehleranfällig und kostenintensiv. Kaufmann erwartet von einer Vereinfachung niedrigere Kosten und verweist auf drohende Defizite im Bundeshaushalt. Ohne Effizienzgewinne drohten nach seiner Warnung ein schleichender Abbau des ÖV-Angebots oder eine Verlagerung von Kosten auf Kantone, Gemeinden und Reisende. Eine gestraffte Organisation liege seiner Ansicht nach im Interesse aller Beteiligten.