Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Schweizerische Bankiervereinigung fordert einen wettbewerbsfähigen Rechtsrahmen für Stablecoins in Franken. Solche digitale Zahlungsmittel wären an den Franken gebunden und durch Reserven gedeckt. Der Verband sieht Potenzial bei grenzüberschreitenden Zahlungen, Liquiditätsmanagement, tokenisierten Vermögenswerten und automatisierten Geschäftsabläufen. Er warnt zugleich, dass starke Verschiebungen von Bankeinlagen in Stablecoins die Kredit- und Hypothekenfinanzierung erschweren könnten. Bis zu einem Emissionsvolumen von 500 Millionen Franken genügten aus Verbandssicht bestehende Aufsichtsstrukturen; ab fünf Milliarden werde ein Stablecoin für die Finanzinfrastruktur bedeutend, bei rund 20 Milliarden sei eine umfassende institutionelle Einbindung nötig. Die Schweiz arbeitet an einer Finig-Revision. Die SBVg kritisiert, dass Banken für die Ausgabe eine separat bewilligte Tochtergesellschaft gründen müssten, und verlangt Emissionen unter der bestehenden Bankbewilligung. UBS, Postfinance, Sygnum, Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank, Banque Cantonale Vaudoise, SIX, Twint und Swiss Stablecoin testen Anwendungen; Resultate werden im Dezember erwartet.