Themen: Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Wohnungsnot in der Schweiz verteuert nicht nur Mieten, sondern beeinflusst auch Lebensentscheidungen und die Zusammensetzung von Haushalten. Menschen verschieben einen Umzug, bleiben länger bei ihren Eltern oder leben weiterhin in Wohngemeinschaften, obwohl sie eigentlich einen eigenen Haushalt gründen würden. Wüest Partner beziffert diese latente Nachfrage in einer neuen Studie: Von 2023 bis 2025 gab es in der Schweiz schätzungsweise 20'000 bis 30'000 Haushalte weniger, als bei einer Fortsetzung des durchschnittlichen Entwicklungstempos von 2013 bis 2022 zu erwarten gewesen wäre. Das Immobilienanalyseunternehmen bezeichnet diese Schätzung als vorsichtig. Verglichen mit einem entspannten Wohnungsmarkt wie im Jahr 2020 liege der Fehlbestand bei 40'000 bis 50'000 Haushalten. Diese Nachfrage könnte sich laut Studie rasch realisieren, sobald zusätzliche Wohnungen verfügbar sind.