Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Gesellschaft
Regionen: International, Westasien
Palästinensische Bauern in Bietillu und Al-Mughayyir schildern Angriffe von Siedlern und Besatzungstruppen, die ihr Land, ihre Infrastruktur und ihre Sicherheit bedrohten. In Wadi al-Zarqa seien Felder und Gewächshäuser zerstört, Wasserpumpen, Bewässerungsanlagen und Solarmodule beschädigt sowie Bauern verletzt worden. Neue Aussenposten dienten laut Darstellung dazu, Dörfer einzukesseln und ihre Bewohner zu vertreiben. Die Autorin ordnet diese Vorfälle als Teil einer koordinierten israelischen Politik zur Verdrängung der Palästinenser ein. Sie verbindet ihre Argumentation mit Ghassan Kanafani, dem 1972 getöteten Sprecher der PFLP, der Friedensverhandlungen unter ungleichen Machtverhältnissen als Gespräch «zwischen Schwert und Nacken» bezeichnete. Scharf kritisiert wird auch Mary Robinsons Treffen mit Israels Präsident Isaac Herzog. Für die zitierten Dorfbewohner ist der Verbleib auf dem Land eine Frage von Identität, Erinnerung, Existenz und Würde.