Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Vernehmlassung zur geplanten Verschärfung der Lex Koller ist abgeschlossen. Der Bundesrat will ausländischen Investor:innen künftig den Erwerb börsenkotierter Anteile an Wohnimmobiliengesellschaften und Immobilienfonds untersagen. Damit soll ein Schlupfloch geschlossen werden, über das ausländisches Kapital in den Schweizer Wohnungsmarkt fliesst. Für Zürich ist die Frage besonders relevant: Zehn börsenkotierte Unternehmen, darunter UBS und Swiss Life, besitzen laut einer Grundbuchrecherche zusammen rund 1,7 Millionen Quadratmeter Wohnfläche in der Stadt, nahezu zehn Prozent des Wohnraums. SP-Nationalrätin Jacqueline Badran sieht die Lockerung der Lex Koller von 2005 als Preistreiber. Der Zürcher Stadtrat unterstützt die Revision und erwartet langfristig weniger Anreiz, Wohnraum als Kapitalanlage zu nutzen, verlangt aber zusätzliche wohnpolitische Kompetenzen für Städte. Die Bankiervereinigung warnt dagegen vor geringerer Marktliquidität, Verlusten bei Immobilienfonds und Folgen für die Altersvorsorge.