Themen: Kultur, Kultur/Feuilleton
Regionen: International, Russland/Eurasien
Alexander Glasunows erste Symphonie op. 5 markierte 1882 in Sankt Petersburg den Durchbruch des damals 16-jährigen Komponisten. Mili Balakirew dirigierte die Uraufführung; bei der Instrumentierung unterstützten ihn Balakirew und Rimski-Korsakow, bei dem Glasunow auf Empfehlung Balakirews studiert hatte. Bereits 1884 wurde das Werk in Weimar in Anwesenheit von Franz Liszt aufgeführt, ein Jahr später dirigierte Hans von Bülow die Symphonie in Sankt Petersburg. Der erste Satz wirkt unbekümmert und munter, das Scherzo setzt diese Stimmung fort. Im Adagio treten nachdenklichere und staunende Töne hervor. Der Finalsatz zeigt den Anspruch des jungen Komponisten, auch Polyphonie und Fugentechnik zu beherrschen. Glasunow schrieb insgesamt neun Symphonien sowie Orchester-, Kammer-, Klavier- und Orgelmusik; besonders sein Violinkonzert ist weiterhin beliebt. Empfohlen wird eine 1983 bei Orfeo erschienene Aufnahme der ersten und fünften Symphonie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Neeme Järvi.