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Hauptsache, die Kühlschranktemperatur stimmt

Journal B
Hauptsache, die Kühlschranktemperatur stimmt

Themen: Gesundheit, Klima&Energie, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Hitzewellen verschärfen den Pflegealltag für chronisch kranke und betagte Menschen sowie für das Personal. In der ambulanten Pflege treffen Pflegende auf überhitzte Autos und stickige Wohnungen, versorgen dehydrierte Personen und versuchen mit kalten Lappen, Glacé oder Fussbädern Erleichterung zu schaffen. Auch in Pflegeheimen und Spitälern steigen die Temperaturen stark. Ein Stationsbüro erreicht mittags 30 Grad, während Medikamente teils höchstens bei 25 Grad gelagert werden dürfen. Temperaturen werden protokolliert und gemeldet, Folgen bleiben aber aus. Bewohnende können kollabieren, Pausen fallen für Notfälle aus, und Mitarbeitende trinken unter Stress oft zu wenig. Keine der geschilderten Institutionen verfügte über eine Klimaanlage. Solche Systeme können für immungeschwächte Menschen bakterielle Risiken bergen, Studien zufolge aber die Sterblichkeit älterer Menschen bei Hitze senken. Umbauten sind kostspielig, weshalb Institutionen laut Darstellung eher punktuelle Massnahmen als nachhaltige Kühlung wählen.

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