Themen: Krieg&Frieden, Innen-Politik
Regionen: International, Westasien
Im Gazastreifen verschärfen Regen und Überschwemmungen die humanitäre Not. Seit dem fragilen Waffenstillstand lebt die Bevölkerung auf wenig mehr als 30 Prozent des Gebiets, vor allem an der Küste und in al-Mawasi. Viele Zelte sind beschädigt, Abwassersysteme fehlen. Vertriebene und Geschäftsleute kritisieren, dass die Behörden nicht ausreichend helfen. Ein Händler beziffert seinen Verlust durch die Überschwemmungen auf zwei Millionen Schekel, rund 515'000 Franken. Das israelische Hilfskoordinationsorgan Cogat gibt an, in den letzten Monaten über 91'000 Zelte und mehr als 8'200 Lastwagen mit Winterhilfen und Ausrüstung eingelassen zu haben. Im Ausland lebende Hamas-Kritiker werfen der Organisation vor, Hilfsgüter zu beschlagnahmen und auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Die palästinensische Präsidentschaft macht dagegen Israel und dessen Blockade für die Verschlimmerung der Krise verantwortlich. Israels Präsident Isaac Herzog nannte den Gaza-Friedensplan als Priorität, als er Gadi Eisenkot mit der Regierungsbildung beauftragte.