Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Der Extremsommer hat in der Schaffhauser Landwirtschaft verdorrte Wiesen, trockene Böden und Probleme bei Herbstkulturen wie Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben hinterlassen. Laut Hannes Schärer, Leiter des kantonalen Landwirtschaftsamts, sind einzelne Betriebe stark belastet, insgesamt sei die Region aber vergleichsweise anpassungsfähig. Versuche mit hitze- und trockenheitsverträglichen Kulturen wie Oliven oder Kichererbsen stossen auf Markt- und Verarbeitungsprobleme. Die Weinernte sieht gut aus, Hagelschäden zwangen jedoch einzelne Lagen zu einer frühen Ernte. Für die Zukunft wird Bewässerung wichtiger: Kanton, Tiefbauamt und Labor erarbeiten ein Brauchwasserkonzept, das unter Auflagen auch Grund- und Quellwasser nutzen soll. Schärer verweist zudem auf Futterbörsen und private Hilfe unter Landwirten. Die Agrarpolitik 2030+ könnte Vorgaben beim ökologischen Leistungsnachweis weniger starr gestalten. Zunehmend beschäftigen auch neue Krankheiten und Schädlinge sowie Projekte zur Wasserrückhaltung.